Abgaben, Steuern, Gebühren

Grund- und Gewerbesteuer
Hebesatz Grundsteuer A: 310 v.H. (Landwirtschaft)
Hebesatz Grundsteuer B: 310 v.H.
Hebesatz Gewerbesteuer: 320 v.H.

Hundesteuer
pro Hund jährlich: 50,00 EUR

Wasser
Verbrauchsgebühren: 2,29 EUR/m³ + 7% MwSt
Grundgebühr (für 3/4-Zoll Wasseruhren): 18,00 EUR pro Zähler + 7% MwSt

Abwasser
Verbrauchsgebühren: 2,38 EUR/m³

Grabbenutzungsgebühren pro Jahr:
Familiengrab: 85,--EUR
Einzelgrab: 30,--EUR
Urnengrab: 30,--EUR
Urnenkammer: 60,--EUR

Erschließungs- und Herstellungsbeiträge
Herstellungsbeiträge Wasser
pro m² Grundstücksfläche: 1,01 EUR + 7 % MwSt
pro m² Geschossfläche: 3,33 EUR + 7 % MwSt

Herstellungsbeiträge Abwasser
pro m² Grundstücksfläche: 2,84 EUR
pro m² Geschossfläche: 9,35 EUR

 


Allgemeines

Die Gemeindesteuern bestehen aus

den Realsteuern (dies sind die Grundsteuer –A- für land- und forstwirtschaftlich genutzte Grundstücke und Betriebe, die Grundsteuer –B- für bebaute und bebaubare Grundstücke und die Gewerbesteuer)
und der Hundesteuer.

Die Grundsteuer und die Gewerbesteuer werden aufgrund von Bundesgesetzen erhoben. Dadurch soll eine einheitliche Belastung der Grundstückseigentümer und der Gewerbebetriebe gewährleistet werden.
Allerdings verbleibt den Gemeinden das Recht zur Festsetzung eigener Hebesätze. Die Gemeinden können daher die Höhe der Realsteuern entscheidend beeinflussen.
Die Hebesätze betragen zur Zeit bei der Grundsteuer A und B jeweils 310 v. H. der Landesdurchschnitt vergleichbarer Gemeinden liegt bei 318,8 v. H. (Grundsteuer A) bzw. 304,5 v. H. (Grundsteuer B) liegt.
Der Hebesatz der Gewerbesteuer beträgt 320 v. H., der Landesdurchschnitt beträgt 321,4 v. H. beträgt.

Steuerbeteiligungen

Die Städte und Gemeinden erhalten feste Anteil an folgenden Bundes- und Landessteuern

  • Einkommensteuer
  • Umsatzsteuer
  • Grunderwerbsteuer
  • Kfz-Steuer
  • Einkommensteueranteil

Die Einkommensteuer wird von den Finanzämtern der Länder erhoben. Sie ist keine eigenständige Gemeindesteuer, sondern lediglich der Anteil der Gemeinden an einer Gemeinschaftssteuer. Die Gemeinden erhalten 15 % des Aufkommens an der Lohnsteuer und der veranlagten Einkommensteuer sowie 12 % des Aufkommens aus der Zinsabschlagssteuer. Der Bund und die Länder bringen den Gemeindeanteil je zur Hälfte auf, weil sie gemäß Art. 106 Abs. 3 des Grundgesetzes am Aufkommen je zur Hälfte beteiligt sind.

Der Anteil, der den Gemeinden zusteht, wird nach einem festen Schlüssel berechnet. Grundlage für die Bestimmung dieses Schlüssels sind die Eintragungen in den Steuerkarten. Für die Höhe des Anteils der Gemeinde Haibach ist es daher sehr wichtig, dass alle Haibacher Bürgerinnen und Bürger ihre Lohnsteuerkarten an das Finanzamt oder die Gemeinde zurückgeben, auch wenn sie keine Einkommensteuererklärung abgeben.

Umsatzsteuer
Mit dem Gesetz zur Unternehmensteuerreform aus dem Jahre 1997 wurde die Gewerbekapitalsteuer abgeschafft. Als Ausgleich für diese Steuerausfälle bei der Gewerbesteuer wurden die Gemeinden mit 2,2 v. H. an der Umsatzsteuer beteiligt. 
Die Bayerischen Gemeinde erhielten im Jahre 2004 ca. 427 Mio. Euro.

 

Schlüsselzuweisungen
Die Schlüsselzuweisungen werden aus den Landesanteilen verschiedener Steuern finanziert. Die Schlüsselzuweisungen sollen zum einen den Gemeinden eine gewisse Grundfinanzausstattung für ihre Aufgaben gewähren, zum anderen stellen die Schlüssel­zuweisungen aber auch eine Art Finanzausgleich zwischen den Gemeinden dar. Sie richten sich im wesentlichen nach den Steuereinnahmen einer Gemeinde. Die einer Kommune gewährten Schlüsselzuweisungen sind umso höher, je geringer die Steuerkraft (Einnahmen aus Grundsteuern, Gewerbesteuern, Umsatzsteuerbeteiligung und Einkommensteuer­beteiligung) ist.